Blackrose-lay
Erster Akt (Meine Maske)

 Meine Maske

Wie unwissend sie doch sind. Keiner ahnt es. Jedenfalls  scheint es mir so. Hochzeitskleid, Kinder...

Das Alles wird es für mich nicht geben. Glücklicherweise war ich noch nie darauf erpicht, eine klischeehafte Mutter und wahrscheinlich auch Hausfrau zu werden. Dies Leben hat keinerlei Reiz für mich. Alles scheint so vorherbestimmt. Ich will nicht dem ewigen Alltagstrott erliegen. Mein Traum ist es, unsterblich zu werden. Da ist kein Platz für Mann und Kind. Höchstens eine Frau könnte mir später den Kopf verdrehen. Dann werde ich sicher den Reizen erliegen, doch dies ist ein Genuss, den mir auch die Poesie nicht geben kann. So ist dies ein Grund, der Versuchung nachzugeben.

Ewig binden will ich mich nicht, ich bin so schnell gelangweilt, wenn ich etwas für mich gewonnen habe. Der Genuss des Augenblicks kann viel wunderbarer sein, als das ewige Eigentum.

Wann werden sie es wohl bemerken? Es gab, soweit mir bekant, niemanden in der Familie, der so anders ist wie ich. Ich will so sein.

Sollten sie sich von mir abwenden, werde ich die Familie mit hoch erhobenem Kopf verlassen. Ich war und bin kein Mensch, der gerne mit seiner Familie zusammen ist. Ich komme mir vor, wie das verfluchte schwarze Schaf. Mir gefällt dieses Gefühl, ausgeschlossen zu sein. Ich fühle mich am wohlsten, wenn ich nur meinen eigenen Schatten an meiner Seite weiß.

So glauben sie weiter an mich und meine so vorherbestimmte Zukunft. Ich weiß, dass ich sie eines Tages von dieser Vorstellung befreien werde.

So lange werde ich meine Maske weitertragen, bis selbst ich sie nicht mehr zu halten vermag.

© Jennifer Günthel

7.4.07 20:32
 


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Hier kommt später eurer Text hin..den hier abba entfernen... steht da sonst auch...

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